In dieser Folge 3 geht es um die Unterscheidung von implizitem und explizitem Wissen, auch in anderen Forschungsansätzen, und um den politischen Kontext, in dem Ralfs Forschung stattfand –zwischen marxistischen Gruppen und konservativen Kolleginnen. Darüber hinaus thematisieren wir unsere schwierigen Erfahrungen mit Transferforschung, also der Rückmeldung dokumentarischer Forschungsbefunde an die Akteurinnen im Feld. Immer wieder Thema wird auch die Frage, welches Erkenntnispotenzial Forschung in unterrepräsentierten Milieus gewinnen kann. Die Folge schließt mit emotional positiven und negativen Momenten im qualitativen Forschungsprozess.
Shownotes
- Arbeitsgruppe Bielefelder Soziologen (1976): Kommunikative Sozialforschung:
Alltagswissen und Alltagshandeln, Gemeindemachtforschung, Polizei, politische Erwachsenenbildung, München: Fink. - Nohl, Arnd-Michael (2024): Die postkoloniale Herausforderung: Antworten der Pädagogik kollektiver Zugehörigkeiten. In: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft 27(5), S. 1373-1389.
- Peter L. Berger und Thomas Luckmann (1980): Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit. Frankfurt am Main: Fischer.
- Weller, Wivian (2003): HipHop in São Paulo und Berlin. Ästhetische Praxis und Ausgrenzungserfahrungen junger Schwarzer und Migranten. Wiesbaden: Leske+ Budrich.